Herzlichen Dank für die Förderung durch die Deutsche Botschaft in Skopje
und die Deutsche Botschaft in Belgrad!
  Der Balkan ruft: toni-Festival on tour

3 Tourberichte von Jessy, Maria & Friederike von der online-Redaktion, Jule von BLACK TEQUILA und Tina, unsere Fotografin

Cottbus.

Am kommenden Donnerstag, den 15.10., bricht die Crew des Cottbuser toni-Festivals auf, um zum zweiten Mal nach 2008 die Herzen der Mazedonier zu erobern. Doch bevor die Bühnen in Tetovo, Prilep und Skopje gerockt werden, erfolgt der Tourauftakt am 17.10. in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

11.10.2009


Jessica, Maria und Friedrike berichten aus Mazedonien über die Tour des Toni-Festivals

Anfang Oktober traten die Senftenberger BLACK TEQUILA mit den Cottbuser Jungs von CLUZZTER beim ersten polnischen toni-Festival in Kostrzyn auf. Das war der Start für den gemeinsamen Tourneemonat der beiden Bands, der beim toni-Festival in Bad Freienwalde im November endet und den wir eine Zeit lang miteinander verbringen werden.

Anlässlich der Jubiläen „20 Jahre Mauerfall“ und „60 Jahre Bundesrepublik“ finden „Deutsche Tage“ bzw. „Deutsche Kulturwochen“ in Serbien und Mazedonien statt. Das toni-Festival ist ein Teil dieser Feierlichkeiten. Lokale Künstler werden auf den jeweiligen Konzerten mit den Lausitzer Bands auftreten. Wir werden mit serbischen und mazedonischen Jugendlichen zusammen treffen, uns austauschen. Dieser Austausch wird maßgeblich durch das SPI im Senftenberger PEGASUS unterstützt.

Wir - das heißt Jessica, Maria & Friederike - gehören zum 20köpfigen toni-Team und nehmen Euch mit auf diese Tour. Seid dabei, wenn wir die Crew vorstellen, über unsere Eindrücke, den Bekanntschaften und von den Konzerten auf dieser zwölftägigen Reise berichten!

Tourauftakt im Club „Academija“ im Zentrum Belgrads

Belgrad Sonntag, 18. Oktober: Tourauftakt im Club „Academija“ im Zentrum Belgrads. Nach den ersten Stadterkundungen am Vormittag und gemütlichem Beisammensitzen im Hostel, fanden sich am Nachmittag die jeweiligen Bandmitglieder zu den letzten Vorbereitungen und Bandbesprechungen zusammen, sodass man, für Musiker untypisch, pünktlich um 17Uhr zum Soundcheck in den Club „Academija“ aufbrechen konnte.

20.10.2009

Dieser war in einer Seitengasse der Haupteinkaufsstraße Belgrads gelegen und stellte sich als ziemlich urischer Underground- Schuppen heraus. Verschachtelte Gänge, tiefe Decken und unzählige Nischen verstärkten die Atmosphäre dieser dunklen und recht intimen Location.

Seit vier Jahren leitet die toni- Festival Hymne ihre Veranstaltungen ein und gab auch am gestrigen Abend den Auftakt der ersten Band: Cluzzter eröffnete in gewohnt guter Laune die Konzertreihe. Trotz des leider überschaubaren Publikums schaffte es das Trio die Anwesenden zu unterhalten und gab eine dreiviertel Stunde lang ihre Songs in ausgelassener Manier zum Besten. Die kleine Bühne engte auch nicht die darauffolgende sechsköpfige Band Black Tequila in ihrer dynamischen Bühnenpräsenz ein. Nach ihrem Set gab sie das Mikrofon an die serbische Combo „Straight Mickey&the boyz“ ab. Diese unterhielt das Publikum mit ihrem experimentellen Klängen bis in die frühen Morgenstunden. Es war daher natürlich vorauszusehen, dass alle Teilnehmer der Balkan- Tour bis in den frühen Nachmittag schliefen. Einige nutzen den verregneten Sonntag, um den Fussball- Verein Belgrads(FC Partizan) im Stadion anzufeuern, andere machten es sich im Chillton Hostel gemütlich. Die Band Cluzzter indes knüpfte beim Tanztraining neue Kontakte für ein zukünftiges Projekt. Aber dazu im nächsten Blog mehr, wenn wir Euch verraten, was es damit auf sich hat.

Den heutigen Abschluss geben die Sänger, der gestern aufgetretenen Bands, sowie Projektleiter Stefan. Im Folgenden werden Gary (25Jahre/Cluzzter), Christoph (21Jahre/Black Tequila) und Stefan (43Jahre/Leiter) Rede und Antwort stehen.

Welche Erwartungen hattest Du vor dem gestrigen Konzert?

Gary: „Puh, das ist schwierig zu sagen. Auf jeden Fall war es eine Ehre als erste Band den Abend zu eröffnen. Aber eigentlich ist immer eine Ehre überhaupt zu spielen.“
Stefan: „Ich habe gehofft, dass die Bands begeistern. Und das mit diesen Konzerten die toni- Festival Idee rüber gebracht werden kann.“
Christoph: „Ich fand schon erst einmal den Club cool, so alternativ. Ich hab einfach gehofft, dass viele Leute zuschauen kommen.

Wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Stefan: „Das Resultat war, dass wir nächstes Jahr wiederkommen sollen. Dann vermutlich auch für zwei Konzerte in Belgrad!“
Beide Sänger waren mit ihren Auftritten zufrieden, da sie das Publikum unterhalten konnten.

Was wünscht Du Dir für die kommende Woche?

Gary: „Noch verrücktere Konzerte. Die Leute sollen tanzen und wir unser Englisch verbessern (lacht).“
Christoph: „Dass die Menschen in Mazedonien so gastfreundlich sind, wie im letzten Jahr. Ich kenne die Städte zwar nicht, freue mich aber, diese zu bereisen.“
Stefan: „Ich wünsche mir, dass auch die Leute in den anderen Städten möchten, dass wir wiederkommen!“

Inzwischen ist es weit nach Mitternacht - es verabschieden sich daher aus Belgrad:

Maria, Friederike und Jessy

Balkan-Blog: Crew-Vorstellung, die erste

Belgrad Wie angekündigt werden wir an dieser Stelle die ersten Mitglieder unserer Reise in den Balkan vorstellen. Das erste Trio besteht aus Myriam (19 Jahre), Hannes (25 Jahre) und Micha (35 Jahre). Hannes ist seit langem ein Freund der Band Cluzzter. Myriam ist mit Black Tequila befreundet, welche von Micha gemanaged wird.

20.10.2009

Hannes, Myriam, Micha

Wie hast du die Autofahrten verbracht?

Myriam: »Ich habe gehaekelt, gehaekelt, gehaekelt.« (Anmerkung der Redaktion: Sie hat die Dreadlocks ihres Freundes gerichtet)

Hannes: »Mit den Musikern rumgeaergert. 2/3 von Cluzzter sind keine Jungs(lacht).«

Sonst noch etwas ausschlaggebendes?

»Nichts ausschlaggebendes- aber Ausschlag habe ich fast bekommen.«


Grund fuer Hannes’ Anmerkung war die Esskultur von einzelnen Mitgliedern der Cluzzters. Ansonsten wurde gequatscht, gelesen, geschlafen und nach Michas Aussage »dummes Zeug gequatscht.«

Was hat Dich bewegt mitzufahren?


Micha: »Ich wollte schon immer unheimlich gern mal auf den Balkan fahren. Auszerdem wurde ich von Black Tequila und dem Leiter des toni- Festivals Stefan gefragt, ob ich als Helfer mitfahren möchte.«


Ein jeder moechte natürlich die Länder kennen lernen, sowie Kultur, Musik und Menschen erleben. Doch im Team ist jeder Mitreisende eine helfende Hand und packt an, wo es nötig ist.


Was erwartest Du von der nächsten Woche?

Myriam: »Ich moechte viele Eindrücke sammeln, die Kultur erleben und vielleicht mein Englisch verbessern. Einfach eine tolle Zeit, tolle Konzerte und ein tolles Miteinander erleben.«

Micha: »Das Leben fernab vom alltäglichen Programm genießen. Und das Spiel des serbischen Fussbalvereins FC Partizan gegen Jagodina im Stadion in Belgrad anschauen.«

Hannes: » Ein wenig mehr Schlaf (lacht). Aber eigentlich erwarte ich nicht viel. Denn wenn man zu viel erwartet, wird man schnell enntauscht. So bleibt mehr Platz für Überraschungen.«

  Mittwoch, 21. Oktober: Nachricht aus Skopje

Skopje Am Dienstag verließen wir vorerst unser kleines gemütliches Heim in Belgrad. Hiermit möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Deutschen Botschaft in Belgrad bedanken, welche uns unterstützt hat und ohne die dieses Projekt in der serbischen Hauptstadt nicht zu Stande gekommen wäre.

21.10.2009

Nach einer verhältnismäßig ruhigen Fahrt überquerten wir am Nachmittag die Grenze nach Mazedonien, wo wir nach recht vielen verregneten Tagen zum ersten Mal wieder Sonnenstrahlen und, für unser Empfinden, warme Temperaturen genießen durften. Da wurden kurzerhand auch schon mal die Sonnenbrillen ausgepackt. Nachdem wir am frühen Abend in Skopje einfuhren, deckten sich alle Mitreisenden mit den, für die nächsten Tage, nötigen Lebensmitteln ein. An dieser Stelle war es Zeit, sich voneinadner zu verabschieden.

Aber vorerst nur für die kommenden Naechte, da ein Teil der Gruppe in dem Hotel des Clubs MKC untergekommen ist und der andere die Zelte im Art Hostel aufschlug. Zur ersten Abendgestaltung traf man sich mit mazedonischen Studenten, die seit letztem Jahr in enger Zusammenarbeit mit Stefan standen und wesentlich dazu beitrugen, dass das toni- Festival in Skopje und Umgebung stattfinden kann. Während gemeinsam der Ablauf für die kommenden Tage besprochen wurde, machten es sich Cluzzter in ihrem hauseigenen Jakuzzi gemütlich.


Womit wir wieder beim Cottbusser Trio wären. Wie das zuletzt erwähnte Tanztraining war, verraten sie uns im folgenden Interview.

Gary, Leo und Fabi

Hierzu sind nun Fabian (25 Jahre/ Gitarrist) und Leo (18 Jahre/ Schlagzeuger) an der Reihe, über ihren Ausflug am Sonntag, Auskunft zu geben.

Denn anders als viellecht erwartet, haben die Cluzzters lediglich beim Tanzen einer Irish Dance Group in Belgrad zugeschaut. Doch lassen wir sie selbst zu Wort kommen!

Was hat Euch dazu bewegt, bei einem Tanztraining dieser Art zuzuschauen?

Leo: "Stefan hat uns per myspace gefragt, ob wir nicht Lust hätten, an einem Austausch mit der Irish Dance Group in Belgrad teilzunehmen. Wir haben ihnen beim Training zugeschaut und uns anschließend unterhalten. Das ganze soll so laufen: Wir bekommen von der Tanzgruppe Musik zugeschickt, versuchen daraus eine Punkversion zu kreiren, schicken diese nach Belgrad zurück und die Irish Dance Group schaut, ob es möglich ist, danach zu tanzen. Wenn das alles klappt, soll sich im nächsten Jahr eine Zusammenarbeit ergeben. Dann kämen die Tänzer für Konzerte nach Deutschland und wir im Herbst 2010 in ihre Heimat."

Fabi, wie fandest Du das Tanztraining?

" Sehr beeindruckend. Laut. Ideenreich."

Was wünscht Ihr Euch für die kommenden Tage?

Leo: "Gute Fahrten, ohne Probleme, gut besuchte Konzerte, viel Publikum, viel Alkohol und schöne Frauen. Außerdem besseres Wetter und tolle Sehenswürdigkeiten."
Fabi: " Gesund bleiben, viel Publikum natürlich und geniale Auftritte. Und dass das Bier besser wird (lacht)."

Tollster Moment in den letzten Tagen?

Fabi: "Die Straßenverkehrsordnung zu erleben (lacht). Und das gemütliche Beisammensein an den Abenden."

Möchtet Ihr abschließend noch etwas sagen?

Beide: "Mahlzeit!!!"

Tja, darauf fällt auch uns nichts mehr ein, sodass wir den Computer nun freigeben werden. Denn schon in zwei Stunden ist Abfahrt nach Tetovo- zum heutigen Konzertabend.


Es grüßen aus der mazedonischen Hauptstadt.

Maria, Friederike und Jessy 






Mittwoch, 21. Oktober: Nachricht aus Skopje

Am Dienstag verließen wir vorerst unser kleines gemütliches Heim in Belgrad. Hiermit möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Deutschen Botschaft in Belgrad bedanken, welche uns unterstützt hat und ohne die dieses Projekt in der serbischen Hauptstadt nicht zu Stande gekommen wäre.

Jüngste Kommentare

  • am 23/10/09 von MS, Skopje

http://www.vest.com.mk/?ItemI
D=54899607AFBCDD44AC53EF5203F091E1


http://www.mmm.com.mk/?ItemID
=B507EB06B91C1A429C1FAD5C2AE47786
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  • am 23/10/09 von Ivana, Tetovo

I do not understand and I do not speak German, but after this event in Tetovo with the German bands I will start to learn German. antworten

  • am 23/10/09 von Petar, Tetovo

Na Tetovo mu trebaat vakvi svirki. Se nadevam slednite godini ke dojdat pak. Kade moze da se kupi CD-to na Black Tequila? Pozdrav i prodolzete taka

    • von Do Petar am 23/10/09

Hej Petar pa mislam deka CD nja bendot si nosese so sebe...ne kupi na lice mesto,,na svirkata vo tetovo????Utre e svirkata vo Skopje vo MKC,,,ako mozes da dojdes kje bides snabden so CD :) Pozdrav

antworten

  • am 23/10/09 von Biljana, Tetovo

Die Kerls sind echt Super geil! Wir moechten die auch naechstes Jahr hier in Tetovo...

    • von Do Biljana am 23/10/09

Die Bands sind richtig gut,,,,nacshtes Jahr wieder in Macedonien !!!!

antworten

  • am 21/10/09 von Irena

Viele Gruesse und Kuesse
Viel Spass in Tetovo...hoffentlich wird alles gut,,,,und natuerlich viiiiellll Publikum :)
Ich wuensche euch alle eine angehneme Reise nach Tetovo
Bis Morgen :) antworten

 

Donnerstag, 22.Oktober: Von Panik zu Pogo...

Tetovo/Skopje Als es gestern auf dem Weg zum ersten Konzert in Mazedonien knallte, sagte Danny noch, dass es nur ein LKW war. Doch als Carsten, der eines der Autos fuhr, den Kopf auf das Lenkrad legte und verzweifelt seuftzte, standen wir auch schon mitten auf der viel befahrenen Strasse.

23.10.2009

Als dann auch noch ein Fahrzeug auf unserer Höhe hielt und uns unsere Radkappe reichte, ist bereits das geschehen, was keiner zu denken vermochte. Unser vorderes linkes Rad ist geplatzt. Zum Glück aller Beteiligten sind wir mit einem Schrecken davon gekommen. Nachdem das Rad schnell gewechselt wurde, konnten wir nach Tetovo aufbrechen.

Der erste Schreck des Tages war noch nicht einmal vollständig verarbeitet, da wurden dann auch die letzten Gemüter erhitzt. Denn von Club und Bühne war weit und breit keine Spur- lediglich die Bar erweckte den Anschein, dass in ein paar Stunden Black Tequila, Cluzzter und Conquering Lion die Bühne rocken würden. Mit volkstümlicher Gelassenheit wurde das Problem angegangen:Tische und Stuehle wurden nach draussen gebracht, so dass auch die letzten Kaffetrinker weichen mussten.

Die nun langsam sichtbar werdende "Bühne", welche lediglich 4 Quadratmeter einnahm, wurde langsam mit Instrumenten bestückt. Der anfängliche Schock wurde herunter geschluckt und man versuchte das Beste aus der Situation zu machen.



Nachdem sich einige einheimische Zuschauer einfanden, startete die mazedonische Reggaeband Conquering Lion und nach und nach trauten sich die draussen Wartenden ins "Amnestia" in Tetovo. Die Musik lockte weitere Musikbegeisterte an und allmählich füllte sich die Location. Die zuvor gefürchtete Enge schuf eine familiäre Atmosphäre, welche sich auf die Stimmung positiv auswirkte.Obwohl Black Tequila mit ihrer sechsköpfigen Crew weitaus mehr Platz benötigt hätte, schafften es die Senftenberger das eher Punk-orientierte Publikum zum Mitmachen zu animieren. Bei Cluzzter wurde dann auch ausgelassen gepogt, der ein oder andere Drumstick wurde durch die Luft gewirbelt und lautstark nach Zugabe verlangt.

Entgegen unseren anfänglichen Zweifeln und Schwierigkeiten endete der Abend in ausgelassener Feierstimmung bei Tequila und Gespraechen mit mazedonischen Besuchern. Gegen zwei konnten wir uns von den hartnäckigen Fans losreissen und zurück nach Skopje aufbrechen. Die Nacht war für alle kurz, da alle am Morgen aufstehen wollte. Ob sie nun in die Werkstatt mussten, das Millenium- Kreuz auf dem Berg in Skopje bestiegen oder über den türkischen Basar schlenderten. Auf jeden Fall trafen wir uns alle am Abend im Art- Hostel um gemeinsam zu Kochen und auch die mazedonischen Freunde schauten vorbei.

An dieser Stelle lassen wir nun Charis (27, Keyboard) und Jule (26, Violine) von Black Tequila und Danny (19, LR- Bewerber & helfende Hand) zu Wort kommen, die über ihre Eindrücke vom Konzert berichten.

Was dachtest du, als du gestern den Club gesehen hast?
Charis: "Hilfe, das wird schwierig. Dann: mal schauen"
Jule: "Klein! Es war ein wenig enttäuschend auch wenn wir keine grossen Hallen erwartet haben. Aber das war einem Club nicht mal ähnlich."

Und wie wars letztendlich?
Charis: "Cool! Die technischen Voraussetzungen waren schwierig aber wir haben das Beste daraus gemacht. Es ist wirklich gut gelaufen"
Jule: "Doch cool. Wir haben alles rausgerissen und die Leute sind abgegangen."

Wie hast du die letzten Tage erlebt?
Danny: "Es war alles sehr gut. Tolle Konzerte erlebt und das Wetter war schön."

Was erwartest du die nächsten Tage?
Charis: "Ich wünsche mir klasse Konzerte, dass die Stimmung so gut wie in Tetovo wird und wir gute Voraussetzungen haben werden."
Jule: "Nette Leute treffen, dass alles gut geht, alle Busse heil bleiben und wir viel Publikum haben"
Danny: "Dass die letzten Konzerte gut besucht werden und die Rückfahrt reibungslos klappt."


Ob das morgige Konzert in Prilep ebenso stimmungsvoll sein wird, werden wir Euch ganz bald berichten. Und dann auch unsere mazedonische Freunde zu Wort kommen lassen.


Die gegen die Erkältung kämpfenden Bloggerinnen

Maria, Friederike und Jessy 

Freitag, 23. Oktober: Konzert in Prilep

Belgrad Es folgt ein recht später Konzertbericht, inzwischen wieder aus Belgrad, leider auf Grund der Tatsache, dass lange Tage, und vor allem auch Nächte, hinter uns legen. Es hat ja schließlich auch nie jemand behauptet, dass das Tourleben ein entspanntes ist. Nichts desto trotz haben wir viel zu erzählen.

26.10.2009

Schon Freitagmittag ging es für alle ins 2,5 Stunden entfernte Prilep. Das ein oder andere Schwindelgefühl machte sich durch die recht bergigen Landstraßen breit und nach den vergangenen Tagen wurde dann auch der Fahrstil an mazedonische Verhältnisse angepasst. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Berg und Tal Fahrt. In der drittgrößten Stadt Mazedoniens angekommen, empfing uns Kati, Deutschlehrerin in Prilep, die uns zur Pizzeria begleitete, wo wir uns für die kommende Nacht stärkten.

Wie vor jedem Auftritt waren wir natürlich alle gespannt, wie der Abend verlaufen wird. Deswegen waren wir umso überraschter, dass sich der Konzertsaal schnell füllte. Das haben wir aber auch Kati zu danken, die nämlich vielen ihrer Schüler vom toni- Festival im Club Aporea berichtete und selbst, mit weiteren mazedonischen Freunden die Live- Musik genoss.

Opener des Abends war die einheimische Band Toxic, die mit ihren vorrangig instrumentalen Stücken das Publikum zum Tanzen brachte. Das Mikrofon wurde nach dem halbstündigen Auftritt dann an Black Tequila weitergereicht und so wurde zum Epicore der Senftenberger ausgelassen weitergefeiert. Nicht zuletzt gaben dann auch Cluzzter ihre Songs zum Besten. Ganz besonders ihr Lied „Michael Ballack“ ist allen Mitreisenden bis heute in den Gehörgängen geblieben.

Nachdem das Equipment routinemäßig im Transporter verstaut wurde, machten wir uns gegen zwei Uhr morgens, durch die neblige Berglandschaft, auf den Weg zurück nach Skopje. Es ließ sich dann auch kaum einer nehmen bis in die Mittagsstunden zu schlafen. Schließlich mussten wir ja alle Kraft für das Abschlusskonzert in Skopje sammeln. Über dieses, den letzten gemeinsamen Abend in Skopje und eine ganz besondere musikalische Zusammenarbeit, werden wir Euch ganz bald berichten.


Lew und Tina

Doch zunächst ein kurzes Interview mit dem Techniker der Herzen und unserer mitreisenden Fotografin. Ein kurzes Frage- und- Antwort Spiel mit Lew (38 Jahre) und Tina (20 Jahre).

Wie hast Du die Reise erlebt?

Lew: „Es war stressig. Aber trotz allem hat es mir gefallen- sofort wieder!“
Tina: „Im allgemeinen war es unglaublich erfahrungsreich. Es hat Spaß gemacht, zuzusehen wie die Leute bei den Konzerte angehen.“

Welche Erwartungen hast Du für das letzte Konzert?

Lew: „Das ´n paar Leute kommen.“
Tina: „Das alle schwitzend den Raum verlassen. Und dass ihnen die Konzerte im Gedächtnis bleiben.“

Was machst Du als erstes, wenn Du nach Hause kommst?

Lew: „In die Badewanne gehen(lacht)!“
Tina: „Schlafen. Nicht zu vergessen eine ordentliche Dusche.“



Morgen geht es leider auch schon wieder zum letzten Zwischenstopp vor Senftenberg- nach Brno, in Tschechien. Und da auch wir inzwischen den verschobenen Schlaf- Rhythmus spüren, verabschieden wir uns an dieser Stelle.


Die vom Tourleben gekennzeichneten Berichterstatter

Maria, Friederike und Jessy 

Montag, 26. Oktober: Unser letzter Tourblog

Wehmütig blicken wir auf die letzten Tage zurück, denn es scheint noch gar nicht lange her, da erreichten wir unser erstes Übernachtungsziel Brno, in Tschechien. Und eben hier sitzen wir nun erneut, um über das Abschlusskonzert in der mazedonischen Hauptstadt Skopje zu berichten.

27.10.2009

Wie bereits erwähnt, begannen die Vorbereitungen schon am frühen Samstagnachmittag, denn es galt noch einiges zu bewerkstelligen. Nicht nur der Soundcheck stand auf dem Programm, sondern auch die Proben für ein weiteres Projekt, nämlich das der mazedonischen Sängerin Minyatta und Black Tequila, galt es wieder aufzunehmen.

Schon vor einem halben Jahr, als die Mazedonier im Rahmen des Jugendaustausches des SPI nach Senftenberg kamen, entstand die Zusammenarbeit zwischen der Solokünstlerin und der Band. Und so wurde auch in Skopje der 20- minütige Aufritt zu einem kraftvollen Opener. Die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin, sowie die, für Black Tequila charakteristischen Klänge, ergänzten sich zu einem harmonischen Klangerlebnis.

Und auch unser allseits beliebter Ohrwurm „Michael Ballack“ trat allen wieder ins Gedächtnis, als Cluzzter, der zweite Act des Abends, die Bühne betrat. Doch man sollte das Trio nicht zum letzten Mal an diesem Abend sehen.



Das anschließende Konzert der Band Black Tequila allerdings sollte in dieser Konstellation das letzte sein, da Schlagzeuger Steffen nach der Tour die Band verlassen wird. Natürlich ließen es sich die übrigen Bandmitglieder nicht nehmen, ihren langjährigen Freund mit einem aufrichtigen Applaus zu verabschieden.

Bevor nun aber die mazedonische Punk- Band Fluks das Mikrofon übernahm, gab es den gemeinsamen Cover- Song „Feeling this“ von Cluzzter und Black Tequila, im Original von Blink 182. Damit lieferten die beiden Bands einen grandiosen Abschluss für die Balkan- Tour.

Abschließend möchten wir Euch noch die verbleibenden Bandmitglieder von Black Tequila vorstellen. Da wär zum einen der eben erwähnte Drummer Steffen (25 Jahre), Bassist Dirk (24 Jahre) und Gitarrist Martin (26 Jahre), die wir zu ihrem letzten Aufritt der Tour befragt haben.

Wie war der letzte Auftritt?

Steffen: „Der war überhaupt der Beste. Und mein letzter mit Black Tequila überhaupt. Die Anlage war endlich mal gut und die Stimmung ausgelassen.“
Martin: „Cool! Hat echt gefetzt. Und der gemeinsame Auftritt mit Cluzzter war ein krönender Abschluss.“
Dirk: „ Es war ein schönes Finale der Tour!“

Dein Fazit der Reise?

Steffen: „Eine Lebervergößerung (lacht). Rock ´n Roll…“
Martin: „ Man müsste das eigentlich öfter machen. Also ich könnte mich daran gewöhnen.“
Dirk: „ Es war eine sehr schöne Tour. Mit Cluzzter und überhaupt sehr angenehmen Leuten.“

Auf was freust Du dich, wenn Du nach Hause kommst?

Steffen: „Mein Bett. Aber auch auf zu Hause überhaupt.“
Martin: „Auf eine eigene Toilette, fließend Wasser und ordentlich Wasserdruck (lacht).“
Dirk: „Das wichtigste was ich brauchte, hatte ich dabei!“


Auch wenn die Antworten ein wenig dramatisch klingen mögen- so richtig nach Hause mag eigentlich niemand fahren. Und so werden wir den letzten Abend bei gemeinsamen Speis und Trank ausklingen lassen.

Doch einmal werden wir uns noch zu Wort melden- mit einem Abschlussblog aus der Heimat.

Bis dahin grüßen Maria, Friederike und Jessy



Balkan -Tour Review von BLACK  TEQUILA

So, wir sind wieder daheim, alle halbwegs gesund und am Leben und haben die Tour auch ganz gut überstanden. Doch das wollt ihr alle nicht wissen, euch interessiert eher, „Wie war´s?“. Ja wie war´s denn nun?: Na ganz einfach, „Saugeil“. Aber fangen wir lieber am Anfang an:


1.Tag: Tour-Start:

Die 21 Mann starke Crew - (als da wären: Black Tequila: Moppi, Kühni, Dirk, Charis, Steffen alias Mr.Tide und Jule, sowie unsere rechte und linke Hand Micha (unser Booker und Manager) unser Techniker und Busfahrer Lew, Dirks Freundin Miri, sowie Cluzzter: Fabi, Leo und Gary plus der hauseigene Fotograf Hannes, Stefan der Organisator der Tour und toni-Festival-Veranstalter, die 2 anderen Fahrer Maik und Carsten, Fotografin Tina Dangerous und Tech Danny, sowie Jessy, Maria und Friederike - traf sich am Do, dem 15.10.09 gegen 10.00 Uhr erstmal ganz gemütlich zum Kaffeetrinken im Pegasus. Gegen 12 Uhr gings dann los, aber immer schön locker, denn es stand schließlich nur die kleine Etappe bis Brno (ca. 450km)an. Tja denkste, denn die gefühlte Außentemperatur von ca. -20 Grad war gar nicht so weit hergeholt, schon nach einer halben Stunde Fahrzeit verwandelte sich die Außenwelt in eine Schnee-und Eislandschaft und spätestens an der tschechischen Grenze dachte jeder wehmütig über den Inhalt der gepackten Koffer nach. Um uns herum herrschte tiefster Winter! Relativ durchgefroren erreichten wir Brno auch erst gegen 20 Uhr, wobei sich das Wetter schon denkbar gebessert hatte. Beim ersten gemütlichen Beisammensein in der Motelkneipe konnten wir dann auch Cluzzter endlich mal etwas besser beschnuppern. Und die rochen gar nicht mal so schlecht.



2.Tag: Fahrt nach Belgrad:

Der 2. Tag fing dementsprechend viel zu zeitig an, hörte aber dafür auch nicht so schnell wieder auf. Nach einer Irrfahrt durch Brno, fanden die Fahrer die Autobahn Richtung Slowakei, schafften es über diese Richtung Ungarn, um dann noch mal eine Stunde durch Budapest zu rauschen. Erst am Abend erreichten wir die serbische Grenze, an der wir wiederum eine Stunde verbrachten, da wir den Zöllnern erklären mussten wem welcher Teil des Equipments gehört und warum. Die Grenzer schrieben dann alles fein säuberlich auf, damit wir dann alle mit einem mickrigen Zettel und einem blauen Auge davonkamen. Strafe für das vergessene ATA-Carnet (Dokument, das dafür gut ist, genau diese Stunde zu sparen). Natürlich kamen wir dann erst mitten in der Nacht in Belgrad an. Dort ging es zuerst ins Restaurant und später ins Hostel (Natürlich nicht, bevor wir uns noch mal ausführlich durch die Stadt schaukeln lassen haben).



3.Tag: Club Akademija

Inzwischen war es Samstag und wir erwachten im verregneten Belgrad um unser erstes Konzert dieser Balkantour zu spielen. Dementsprechend groß war die Vorfreude bei den Jungs von Cluzzter und uns. Gegen 17 Uhr kamen wir am Club an (übrigens der älteste Punkschuppen auf dem Balkan). Und genauso sah er auch aus, urige Kellergewölbe, verschachtelte Gänge und eine Bühne mit altem Metallzaun als Absperrgitter. Nichtsdestotrotz irre gemütlich. Nach ausgedehntem Soundcheck aller 3 Bands( Headliner waren an diesem Abend „Straight Mickey & the boyz“ aus Belgrad) füllte sich der Club etwas und gegen 10 Uhr eröffneten Cluzzter die Tour. Die Jungs habens live echt drauf, mit ihrem deutschem Blink-Fun -Punk, den etwas tiefer gehenden Rocknummern und super witzigen Ansagen begeisterten sie das Publikum. Dann endlich konnten wir auf die Bühne. Und zu unserem Glück war inzwischen auch das Punk-Konzert nebenan beendet und zusätzliches Publikum strömte in den Club. Und was soll man sagen, es war einfach nur gut. Die Songs liefen, das Publikum ging ab und unser Schweiß floss. Am Ende durften wir sogar noch 2 Zugaben spielen, bevor wir die Bühne für die serbischen Headliner räumten. Nach dem gelungenen Abend ging´s ab ins Hostel, wo fast die gesamte Crew den Abend feuchtfröhlich ausklingen lies. Der Tour-Auftakt in Belgrad war gelungen!



4.und 5.Tag:Abhängen in Belgrad:

Nach dem Ausschlafen am Sonntag folgte eine kurze Grüppchenbildung: Cluzzter zogen los um sich mit einer serbischen Irish Dance Group zu treffen, einige begannen mit Sightseeing im leider immer noch verregneten Belgrad und Kühni, Moppi, Charis, Micha und ich zogen zusammen mit Tina und Danny, sowie Maik und Carsten los, um das Sonntagsspiel von FC Partizan Belgrad zu verfolgen. Leider war das Stadion fast völlig leer, das Spiel war auch mäßig und es gab weder Wurst noch Bier, lediglich ein paar viel zu salzige Nüsse konnte man kaufen. Das Highlight war dementsprechend: der Partizaner Fanblock sang komplette 90 Minuten durch. Nach dem üblichen Abendgelage folgte der genauso verregnete Montag an dem wir es uns dann wiedermal im Hostel gemütlich machten, nur unterbrochen von einem kurzen Einkaufsbummel über den Markt, sowie dem erneuten Besuch im Akademija um das Equipment wieder einzuladen. Die Abendgestaltung war allerdings super. Beim gemeinsamen „Charadespielen“ bewies das Team „Untenrum“(Martin, Charis, Leo, Hannes, Micha und meine Wenigkeit) den längeren Atem und stellte das Team „Ansage Nr.8“ (Moppi, Dirk, Steffen, Miri, Fabi, Gary, Danny) deutlich in die Ecke!



6.Tag: Fahrt nach Skopje:

Nach den 2 geruhsamen Tagen und dem erneuten Einladen des Equipments ging es mal wieder auf Fahrt. Diese lief bis zur Grenze ok, aber beim Mazedonischen Grenzposten wurde es dann richtig gut: Die gut gelaunten Grenzsoldaten ließen sich in aller Ausführlichkeit von unseren Konzerten berichten und empfingen dann noch CDs und T-Shirts von uns. Natürlich gab es auch für den Zöllner der uns extra deswegen noch mal anhalten ließ auch noch ´ne CD gratis. Dann ging es ab nach Skopje! Leider waren wir dieses Jahr nicht mehr im gemütlichen Art Hostel untergebracht, sondern bewohnten ein Hotel das zum Club in Skopje gehörte in dem auch unser letztes Konzert stattfinden sollte: Das MKC Hotel. Schweigen wir darüber...

7.Tag: Konzert in Tetovo:

Nach dem Frühstück folgte ein kurzer Stadtbummel bei strahlendem Wetter, an dem sich dann schon die Konzertvorbereitungen anschlossen, Equipment wieder in Bus, Klamotten zusammensuchen und los...Ja und bei los, war dann auch schon wieder Schluß, während unser Bus zwar ´ne eingefahrenen Schraube im linken Vorderrad hatte, aber tadellos weiter tuckerte, platze dem 2. Bus nach der ersten Kurve der linke Vorderreifen. Nach dem zügigen Reifenwechsel zeigte sich ein kleiner verdächtiger Cut an der Innenseite, über den nun wild spekuliert wurde (eingestochen oder nicht...bla,bla,bla...)

Mit einiger Verspätung erreichten wir dann das ca. 1h entfernte Tetovo und den Club Amnesia, vor dem wir erst etwas entsetzt verharrten. Der gute Club war im wesentlichen eine kleine Bar ohne Anlage. Glücklicherweise klärte uns die schon anwesende mazedonische Band Conquering Lion darüber auf, dass das alles kein Problem sei, die Anlage komme dann noch, und gespielt hätten sie in dem Club auch schon. Ja gut, „schaun mer ma“! Und tatsächlich stellte sich nach und nach raus, dass der Club bespielbar war und wozu braucht man eigentlich eine Bühne?! 2 Stunden später legten die Mazedonier als erste Band des Abends los und brachten das Publikum zum Tanzen. Natürlich wollten wir trotz aller Umstände nicht kneifen und legten nach, und siehe da! Es machte richtig Spass. Das Publikum, das sich bis zur Decke in den Club gestopft hatte, ging ordentlich ab, tanzte und es gab sogar Leute, die zu unserer Überraschung unsere Texte mitgesungen haben. Der Höhepunkt dieses Abends waren aber zweifelsohne Cluzzter, die das Publikum sogar zum Stagediven brachten. Der mittlerweile völlig betrunkene Clubeigentümer und seine ca. 10-köpfige Crew (was weiss ich was die ganzen Leute hinterm Tresen sonst da gemacht haben), waren aber noch lange nicht fertig mit uns! Natürlich gab´s Tequila und sonstige Getränke in Massen und erst durch das Drängeln der Fahrer und unseres Reiseleiters Stefan ließen wir uns von der feiernden Meute losreißen um die Rückfahrt nach Skopje anzutreten. Das wiederum ließen die Mazedonier nicht auf sich sitzen und blockierten noch mit einigen sehr witzigen Straßenblockaden unseren Bus, ehe wir tatsächlich aufbrechen konnten. Aber auch zurück in Skopje waren nicht alle müde genug um ins Bett zu fallen. So klang der Abend in der Hotel - „Küche“/TV-Room (wo der Fernseher war fragen wir uns noch heute) bei Poker, Bier und Thunfisch aus!

 

8.Tag: Der Berg ruft!:

Da das Konzert in Kumanovo leider kurz vor der Tour abgesagt worden war, hatten wir mal wieder ´nen Tag frei. Und da gab´s für einige von uns nur ein Ziel: Rauf auf den Berg. Und zwar den mit dem Millemnium Cross! Da das im letzten Jahr schon ´ne halbe Odyssee war, marschierten wir diesmal schon gegen 11 Uhr los, bzw. ließen uns mit Taxis auf halbe Höhe kutschieren. Nach ca. einer halben Stunde Fußmarsch, kam es allerdings mal wieder zu einem Gruppensplitting: Leo, Hannes und Micha mussten krankheitsbedingt aufgeben und so keuchten nun nur noch 8 Mann gen Gipfel. Den hatten wir dann auch gegen 13 Uhr erreicht, machten stolz unsere Gipfelfotos, streichelten die Gipfelkatze (übrigens dieselbe wie letztes Jahr) und genossen die zwar etwas dunstige aber wirklich schöne Sicht auf Skopje und die umliegenden Berge. Und dann kam der Abstieg. Leider schafften wir es bei dieser Klettertour wieder, uns zu verlaufen und so kamen wir erst gegen 17 Uhr relativ fertig am MKC an. Nach einer kurzen Dusche ging es dann aber auch schon wieder los um den Rest der Gruppe wieder im Art Hostel zu treffen. Die beiden Aushilfssterneköche Hannes und Micha hatten in der Zwischenzeit ein geniales Curry gebastelt. Und dann konnten wir endlich unsere Freunde aus dem letztem Jahr und vergangenen Sommer wieder in die Arme schließen. Tanja aus dem Art Hostel, sowie Irena, Alex, Cristina und Lela (aus dem Jugendaustausch) führten uns in eine mazedonische Bar in der wir den Abend gemütlich ausklingen lassen konnten.


9.Tag: Konzert in Prilep:

Nach einer wiedermal viel zu kurzen Nacht, machten wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg ins 2,5 h Stunden entfernte Prilep. Allein die Fahrt durchs wunderschöne mazedonische Hinterland war eine ganze Fotoserie wert, aber auch Prilep hatte einen wunderschönen Kleinstadtcharme, den wir allerdings nicht lange genießen konnten, da wir nach einem kurzen Pizzeriabesuch zusammen mit Katie, unserer mazedonischen Freundin aus dem Austauschprogramm, schon wieder im Club A mit den Konzertvorbereitungen begannen. Zu unserer Überraschung füllte sich dieser bereits gegen 8 Uhr und tröstete uns über das Warten auf die Anlage, die erst gegen 9 Uhr eintraf hinweg. Doch wir hatten uns ja inzwischen auf die mazedonische Mentalität eingestellt und waren nicht weiter besorgt deswegen. Als dann gegen 10 Uhr die mazedonische Band Toxic den Abend eröffnete konnte man im Club kaum noch treten, Katie hatte werbetechnisch ganze Arbeit geleistet!

Als wir gegen halb 12 die Bühne betraten, war der Club zum Bersten gefüllt und voller EpiCore - begeisterter Musikfans, die klatschend und johlend uns und unsere Show zum Glühen brachten. Nach einer guten Stunde räumten wir dann nur aufgrund des Zeitmangels das Feld für Cluzzter. Dieser Abend war eindeutig einer der Höhepunkte unseres bisherigen Konzertlebens. Vielen Dank an Katie und alle anderen die ihn mit uns geteilt haben.

10.Tag: Konzert in Skopje:

Und da war er auch schon gekommen: unser letzter Abend in Skopje und unser letztes Konzert der Balkantour und - by the way - unser allerletztes Konzert mit Mr.Tide. Nichtsdestotrotz warteten noch einige Höhepunkte auf uns. Denn erst einmal trafen wir Miyatta, die mazedonische Powerfrau mit der Superstimme wieder, mit der wir das Konzert im MKC eröffnen sollten! Leider hatten wir für die Probe mit ihr nicht soviel Zeit wie uns lieb gewesen wäre, und so gingen wir mit etwas gemischten Gefühlen auf die Bühne. Das Publikum empfing uns jedoch mit einem warmen Applaus und Miyatta, ein echter Bühnenprofi, schmetterte mit unserer Unterstützung 4 ihrer Hits von der Bühne. Danach rockten die Jungs von Cluzzter ein letztes Mal den Balkan! Inzwischen konnten auch wir „Michael Ballack“ ganz passabel mitsingen. Und dann war es soweit: Mit „Like a slave“ eröffneten wir unser Konzert und konnten feststellen, dass uns auch dieses mazedonische Publikum wohlgesonnen war. Nach einer Stunde und unserem letzten Song „Crux“, zahlreichen Dankesworten an alle Anwesenden und alle Mitgereisten kam es dann zum krönenden Tour- Abschluss beider Bands: zusammen mit Cluzzter formierten wir uns zu einer neuen 9-Mann Band, deren Highlight ganz klar das Schlagzeugduo „Travis Leo Barker“ und „Mr.Tide“ war. Völlig ungeprobt und nur durch einige Absprachen gemanaged gaben wir gemeinsam den Blink 182 Hit „Feeling This“ zum Besten. Erst nach diesem furiosen Finale räumten wir die Bühne für die mazedonische Band „Fluks“ die den Abend musikalisch ausklingen ließ. Doch wir waren noch lange nicht fertig, nachdem wir uns an Irenas selbstgebrauten Walnusslikör verköstigt hatten, folgte eine längst überfällig gewordene Gruppenumarmung für unseren Techniker und Busfahrer Lew (he`s funky), die leider notwendige Verabschiedung aller alten und neuen Freunde aus Mazedonien und ein letzter gemütlicher Abend bei Bier und Wein im MKC. Erst gegen halb 7 trieb es die letzten Partygeister ins Bett.

 

11., 12.und 13.Tag: Rückfahrt

Das späte „Ins Bett fallen“ sorgte natürlich für nette Gesichter beim letzten Erwachen in Mazedonien! Schon um 10 Uhr mussten die Busse gepackt werden und gegen 11 Uhr ging´s zurück nach Belgrad ins Chillton Hostel. Nach einer Übernachtung und einmal Bus aus und wieder einpacken starteten wir dann gegen 9 Uhr am Montag Richtung Brno, welches wir gegen 20 Uhr auch wieder erreichten. Unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir dann in immer kleiner werdender Runde vor den Moteltüren. Nach letzten Ausfälligkeiten und Gummibärcheneskapaden hieß es dann Dienstag Morgen Abschied nehmen, da sich unsere Kolonne ab hier trennte, da Cluzzter direkt nach Cottbus zurück fahren würden und wir einen Zwischenstopp an unserem Proberaum in Dresden einlegen würden. Und so kam es dann auch: nach innigen Knutschereien zwischen Leo und Steffen, sowie Dirk und Miri, stiegen wir in die Busse und fuhren zurück in heimatlich Gefilde.

 

15.Tag: Der fast Tag danach:

Mein Fazit: Die Tour war superschön, tolle Leute, gute Bands, super Stimmung! Mehr davon!!!

Ein großer Dank gilt allen Tourteilnehmern, insbesondere Stefan (toni-Concerts), der das ganze organisiert hat!!!

Liebe Grüße Jule / BT-Team


Black Tequila und Cluzzter on tour zum „toni Festival“

29.10.2009
Lausitz/Belgrad. 21 Brandenburger auf Erfahrungsaustausch im Balkan – ein Bericht von Tina Twarok.

 Teil 1 des Reiseberichts:

Senftenberg -  Tschechische Republik – Slowakei – Ungarn – Serbien – Mazedonien

…das Ziel unserer Reise.

Drei Kleinbusse starteten am Donnerstag, dem 15. Oktober in der Mittagsstunde in Senftenberg am „Pegasus“.

Es ist Freitag: Uns trennen gerade ca. 1200 (1800 km nach Skopje) Kilometer von zu Hause, von Heimweh keine Spur.  Zwanzig Jahre Mauerfall, ein Anlass um ein weiteres Mal neue Kulturen und Länder in Erfahrung zu bringen. Die „Deutschen Kulturtage“ bzw. „Deutschen Kulturwochen“ finden statt und wir sind ein Teil davon. Auf serbische und mazedonische Jugendliche treffen, gemeinsam Spaß haben, Musik machen und Meinungen austauschen. Das „toni Festival“ macht es möglich.

 

Alles klingt wie eine kleine Geschichte…

… ich hörte, dass es möglich ist, die Balkan-Tour mit zu bestreiten, zögerte nicht und meldete mich an. Nach etwas Kuddelmuddel bekam ich Dienstagabend das endgültige Zeichen: „Tina, du darfst mitfahren, Donnerstag halb zehn am Pegasus in Senftenberg“, von Stefan C. Schrom, dem Leiter des Festivals.

Ab nach Hause, Sachen packen (so wie auch die 20 anderen Teilnehmer) und Abfahrt. Der erste Halt ein Motel für die Nacht bei Brünn. Die Fahrt dahin stellte sich als etwas kompliziert heraus, doch auch dies verschaffte unserer guten Laune keinen Abriss. Genug Zeit, um sich kennen zu lernen. Freitag dann weiter zum ersten Ziel: 44° 49′ N, 20° 28′ O, Belgrad. Man sagt: „Die Menschen, nicht die Häuser machen die Stadt.“ Man findet sie irgendwie sympathisch die Leute hier, hilfsbereit  und lachend. Dieses kleine bisschen Ostromanze, bei der man einfach nur große Augen macht und sie nicht schließen will, vor der Angst, etwas zu verpassen. Schlendert man über den Markt in seiner Vielfalt und sieht die alten Babuschkas, dann muss man einfach nur genießend schmunzeln. Samstagnachmittag dann Aufbruch zum Soundcheck im „Akademija“. Denn die Brandenburger Bands CLUZZTER und BLACK TEQUILA sind auch dabei. Und da Musik verbindet,  wird am späten Abend dann gemeinsam mit der serbischen Band „Straight Mickey & the boyz“ gespielt. Mitreißend waren die Bands auf jeden Fall, es gab nicht einen Besucher, der seinen Fuß still hielt oder nicht den Kopf schüttelte. Jeder hier gibt sein Bestes für den anderen. Auch Unzugänglichkeit ist hier kein Problem, gemeinsam  werden die Sprachbarrieren überwunden.

Der Sonntag wurde individuell genutzt um beim Tanztraining mit zwei serbischen Tanzgruppen, neue Kontakte zu schließen, auch für eventuell zukünftige Projekte. Fußball? Klar, wir sind dabei.

FK Partizan gegen Jagodina. Wir konnten von den neutralen Rängen aus gut die schwarzgekleidete Fangemeinschaft des Partizan sehen, aber vor allem hören. Das Spiel ist leider weniger erwähnenswert gewesen, dennoch hatten wir immens Spaß.

Dienstag geht es auf nach Mazedonien. Ich bin gespannt auf das, was kommt.

 Teil 2 des Reiseberichts: 

Nun haben wir schon Tag 9 erreicht und alles neigt sich leider viel zu schnell dem Ende zu...

Der gestrige Tag galt ganz der individuellen Gestaltung. Da Skopje am Fuße des Berges Vodno liegt, nutzten einige von uns die Zeit um ihre Kondition zu überprüfen, und den Berg zu besteigen. 1066 Meter misst er in der Höhe, und ich kann euch sagen es war teilweise echt hart. Oben angekommen, kann man das 66 Meter hohe Milleniumskreuz bestaunen. Hier etwas zur Erweiterung der Allgemeinbildung: Das Fundament besteht aus vier Säulen, entsprechend den vier Evangelisten. Das Untergeschoss hat 12 Säulen entsprechend den 12 Aposteln. Das Kreuz ist aus 33 Stockwerken errichtet. Dies entspricht den 33 Lebensjahren Jesu. Es handelt sich um ein orthodoxes Kreuz.

Nach einer gemütlichen Verschnaufpause, umgeben von herumstreunenden Hunden (entdeckt man hier leider viel zu oft) begaben wir uns guten Mutes auf den Rückweg. Bergab geht es ja bekanntlich immer. Entdeckungslustig wie wir sind, nahmen wir natürlich nicht die normale Wanderroute, sondern die Schleichwege. Fataler Fehler. Am Ende stand der Stacheldrahtzaun, also wieder hochsteigen und den Weg finden, wer weiß, wie viel Mienen sich im abgesperrtem Bereich befinden.

Irgendwie kamen wir dann doch auf einen grünen Zweig / Weg :-)  Nach ausgedehnter Dusche danach, trafen wir zum gemeinsamen Abendessen und anschließenden Ausgehen mazedonische Mitstreiter. Viele nette Jugendliche, welche das Toni-Festival von Mazedonien aus sehr unterstützen.

 

Heute hatten wir eigentlich vor, gemeinsam die mazedonische Küche zu testen, leider beachteten wir nicht, dass hier Feiertag ist, also kein Essen. Nun geht es los nach Prilep um einen weiteren Gig zu veranstalten... wir sind gespannt, wie die Leute drauf sind. Der Bericht für euch folgt dann Montag ... bis dahin ahoi

Zur Historie des toni-Festivals:

Das toni-festival startete im Frühjahr 2005 als ehrenamtliches Projekt mit vielen Helferinnen und Helfern. Ziel war es, die regionale Musikszene zu fördern. Im Laufe der der Jahre expandierte das toni-festival und wird seit Januar 2009 nach der Anbindung an den Cottbuser Anlauf e.V. als Projekt von "rastefani events berlin" weiter geführt.

Mittlerweile ist das toni-festival international - so weit hatte damals niemand denken können!

Herzlichen Dank an alle, die diesen Weg mit gegangen sind und "toni" durch ihre Arbeit unterstützten.

Letztes Jahr in Skopje:

Einen Teil der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern spendeten wir in Form von 50kg weißer Bohnen der Volksküche der Kirchgemeinde "Sv. Petar i Pavle". Sie unterhält auf ihrem Grundstück im Skopjer Stadtteil "Gjorce Petrov" eine Küche, in der täglich durch eine Gruppe freiwilliger Helfer kostenlose warme Mahlzeiten für Bedürftige zubereitet und verteilt werden. Ca. 40-50 Personen nehmen dieses Angebot täglich in Anspruch. Die Küche befindet sich in einem schlecht isolierten Gebäude mit feuchten Wänden. Die Folge sind Schimmel- und Stockflecken an Zimmerdecke und Wänden. Küchenmöbel und -geräte wurden durch diese Gegebenheiten stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Mahlzeiten wurden bisher auf mehreren altersschwachen Elektroherden gekocht. (Quelle: Homepage der Deutschen Botschaft in Skopje)

 Abschlussbericht:

… Dienstag, später Nachmittag, Senftenberg, Pegasus -

… kurz setzen und einmal tief durchatmen bitte. Wir sind alle heil (bis auf ein paar Kränkeleien) wieder in der Heimat gelandet. In den letzten ca. 312 Stunden teilten wir miteinander Zimmer, Bäder, Essen und die immensen Erfahrungen und Eindrücke, die wir auf unserer Balkanreise zu greifen bekamen. In Worte lässt sich dies alles jedoch noch sehr schwer fassen. Ja, es war eine verdammt gute Zeit. Nun wird man enorm schnell wieder in den Alltag zurückgeholt und trotzdem möchte alles noch einmal resümiert werden. 

Die Landschaft birgt unendliche Weiten, welche es zu entdecken gilt und gibt es Fragen, dann ist die Bevölkerung sehr offen, herzlich und hilfsbereit, zudem können erstaunlich viele Leute etwas deutsch (welches von Vorteil ist, wenn man der kyrillischen Buchstaben nicht mächtig ist, aber bekanntlich funktioniert es auch mit Händen und Füßen ganz gut).

Erst einmal freue ich mich auf dunkles Brot und gefilterten Kaffee, dann kommen Bad und Bett. Mein Biorhythmus muss irgendwie wieder auf normale Uhrzeiten zurückgestellt werden.

Es ist gar nicht einfach, „mal eben“ einen Gig auf die Beine zu stellen. Unmengen an Equipment möchte Tag für Tag ausgeräumt und aufgebaut werden. Es folgt der Soundcheck (an dieser Stelle ein Danke an Lew, den Techniker und Menschen der guten Unterhaltung: ich hatte noch nie zuvor Bauchmuskelkater vom Lachen), diverse Absprachen. Dann das Highlight der Gig an sich, umso schöner, wenn man wie Moppi (Sänger von Black Tequila) einen Schmatz auf die Wange bekommt, bzw.  bemerkt, wie der Funke auf die Leute überspringt. Aber auch Cluzzter brachten die Besucher zum Pogen und Schwitzen. Gemeinsam rockten beide Bands gemeinsam als Finale, in Skopje, die Bühne mit „feeling this“ (Original von Blink 182).

Es folgt der Abbau und das ordnungsgerechte Einstapeln des Equipments in den Bus. Es entwickelten sich ganz neue Ansichten und Wertschätzungen, auf Grund dessen, dass ich all dies mitmachen und lernen durfte. Es ist immer ziemlich einfach, einfach da zu stehen und sich berieseln zu lassen, sieht man jedoch die Arbeit, dann atmet man einmal kurz durch und denkt nur: Wahnsinn.

Ein Dank geht auch an Stefan, den Leiter des Festivals, für seine Bemühungen. Die mit wichtigsten Leute der Tour, ein Dank an Black Tequila und Cluzzter. Ihr alle habt einfach nur gerockt.

Großen Dank verdienen auch die mazedonischen Gefährten, welche kräftig geworben und übersetzt haben und jederzeit für uns da waren.

„ Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen.“

Ich habe es genossen.